Projektkurs Erdkunde

Weißt du eigentlich, wie viel Wasser du an einem Tag verbrauchst?

Täglich werden tausende von Litern an Wasser verbraucht. Jedoch nicht nur Trinkwasser!

Auch das sogenannte „virtuelle Wasser“ wird von jedem täglich verbraucht. Du weißt nicht, was virtuelles Wasser ist?

Das ist Wasser, welches zur Herstellung eines Produktes verbraucht wird.

Zu diesem Thema haben wir am Tag der offenen Tür eine Ausstellung vorbereitet. Wir haben eine Wäscheleine durch den Erdkunderaum gespannt und dort einige Alltagsprodukte aufgehängt, um zu verdeutlichen, wie viel virtuelles Wasser wir jeden Tag verbrauchen. Wusstest du, dass für eine Jeans 11.000 Liter Wasser verbraucht werden, bis sie bei dir Zuhause im Kleiderschrank liegt?

Dies war eines der Beispiele, mit denen wir unseren Besuchern das Thema näher bringen wollten.

Außerdem haben wir durch einen Flaschenberg, den wir in der Schule zusammengesammelt haben, den ganz normalen Wahnsinn an unserer Schule gezeigt: Täglich werden bei uns mehr als tausend Einwegflaschen benutzt und danach entsorgt! Doch wohin mit dem ganzen Plastikmüll? Denn im Gegensatz zu Mehrwegflaschen werden diese Flaschen nicht noch einmal befüllt.

Um an unserer Schule die Anzahl der Einwegflaschen zu reduzieren, haben wir uns als Ziel unseres Projektes vorgenommen einen Leitungswasserspender an unserer Schule installieren zu lassen. Dadurch sparen wir viel Müll und überflüssige Transportwege!

Über den Fortschritt unseres Projektes werden wir regelmäßig berichten.

 

 

Am 05. Februar 2016 besuchte uns Herr Wall von der Firma Rotarex Watertec S.A. um uns zu erklären, was wir bei unserem Leitungswasserspender-Projekt alles beachten müssen. Die Liste der Dinge, die wir zu beachten und zu erledigen hatten, wurde somit immer länger. Die Hauptprobleme befassen sich mit Hygienevorschriften und Finanzen, welche besonders  in einer Schule eine große Rolle spielen. Fragen wie „Mieten oder Kaufen?“ oder „Wer kümmert sich nach Beendigung des Projektkurses um den Leitungswasserspender?“ kamen nach dem Besuch von Herrn Wall auf.  

Ist das etwa schon das Ende unseres Projektes?

 

Auch wenn wir, durch den Besuch von Herrn Wall, an dem Tiefpunkt unserer bisherigen Zeit im Projektkurs angelangt waren, haben wir nach kurzer Zeit unsere Motivation an dem Projekt wieder gefunden!

Um noch einmal einen so großen Rückschlag zu vermeiden, haben wir einen genauen Plan über die zu erledigen Aufgaben erstellt und einen Zeitrahmen gesetzt.

Unsere Aufgaben sind unter anderem Sponsoren zu suchen und die Schüler über das Thema Wasser und den Plastikverbrauch zu informieren, um das Interesse an dem Wasserspender zu erwecken.

Mit dem Ziel, den Schülern unser Projekt vorzustellen und ihnen unser Thema näher zu bringen, erstellten wir einen geeigneten Vortrag. Dieser Vortrag bestand zum einen Teil aus einer PowerPoint Präsentation, in der die Schüler mit Meinungs- und Einschätzungsfragen einbezogen wurden.

In der Präsentation ging es insbesondere darum, dass wir sehr wenig Wasser auf der Erde haben, welches als Trinkwasser genutzt werden kann. Hier spielt auch das Problem mit dem Plastik eine große Rolle, weil durch das Plastik nicht nur die Umwelt sondern auch die Meere und generell die Gewässer verschmutzt werden. Daher ist die Anschaffung eines Leitungswasserspenders eine gute Möglichkeit an unserer Schule dem „Plastik Problem“ entgegenzuwirken.

Mit Zustimmung der Lehrer gingen wir dann durch die 5. bis 10. Klassen und stellten unser Vorhaben vor.

Außerdem führten wir mit den Schülern ein Experiment durch: Sie sollten versuchen herauszuschmecken, welches von zwei verschieden befüllten Gläsern das Glas ist, in dem sich das Leitungswasser befindet. Viele der Schüler konnten jedoch keinen großen Unterschied herausstellen. Die Meisten fanden auch, dass das Leitungswasser genauso gut geschmeckt hat wie das gekaufte, stille Mineralwasser.

Um einen genaueren Überblick über das Interesse und die Bereitschaft der Schüler zu bekommen, führten wir eine kleine Umfrage am Ende des Vortrags durch. Hierbei kam heraus, dass ca. 88% der Schüler Interesse an einem Wasserspender haben. 82,5% würden sogar etwas dafür spenden und 73,75% hätten auch an einer Wasserflasche Interesse, welche wir zu dem neuen Wasserspender anbieten möchten.

Allgemein kam der Vortrag und auch unser Projekt mit unserer Idee sehr gut bei den Schülern und Lehrern an und wir bekamen viele gute Rückmeldungen.

Wir sind weit gekommen mit der Planung und Vorbereitung unseres Projektes und sind sicher, dass wir unseren Wasserspender bald aufstellen können.  Es fehlte jedoch noch eine Hürde zu meistern…

Denn wie bei vielen neuen Sachen rund um unsere Schule bedarf es zuerst einer Zustimmung durch die Schulpflegschaftssitzung.

 Also setzten wir alles darauf uns auf diese Sitzung vorzubereiten, um unser Publikum zu begeistern und vor allem zu überzeugen.

Daraufhin fertigten wir intern im Kurs eine Mappe an, die alle Informationen rund um den Wasserspender enthielt. Dazu gehören zum Beispiel Themen die das Problem Plastik und Umwelt erörtern, aber auch Details über den Wasserspender selbst und dessen Finanzierung.

Diese Mappe wurde dann von einer Gruppe von Schülern, die unseren Projektkurs vertritt, zur Schulpflegschaftssitzung mitgenommen und vorgestellt.

Die anfängliche Skepsis über den Wasserspender vor allem im Punkto Hygiene wurde von der Gruppe herausragend dementiert, indem sie erklärte, dass hygienisch gesehen keinerlei Risiko besteht, da durch verschieden Techniken, wie beispielsweise die UV-Licht Technik, Keime getötet werden, bevor sie in die Flasche geraten.

Die Gruppe stellte ebenfalls dar, dass für das Projekt jetzt genug Geld vorhanden ist und wir aus Umfrage Ergebnissen erschließen konnten, dass auch ein Großteil der Schülerschaft das Projekt befürwortet. 

„Deshalb gibt es für uns eigentlich kein Zurück mehr“, argumentierte eine Vertreterin unseres Kurses.

Somit konnte die anfängliche Skepsis überwunden werden und wir erhielten die Zustimmung der Eltern.

Jetzt fehlt nicht mehr viel, um unser Projekt endlich zu vollenden…

Vor kurzem hat Frau Holzberger uns mitgeteilt, dass der Schulleiter der Hauptschule Lübbecke angeboten hat, unserer Schule deren Wasserspender zu überlassen, weil die Hauptschule bald aufgelöst wird.

Dieses sehr nette Angebot hat uns eine ganz neue Möglichkeit eröffnet, uns aber auch auf neue Herausforderungen gestellt.

Unsere Idee für den 2. Wasserspender ist, dass wir diesen in der Sporthalle installieren lassen, um dadurch die ganze Schule mit frischem Wasser zu versorgen. Allerdings brauchen wir auch für diesen Wasserspender die Genehmigung von der Stadt, weil diese die notwendigen Anschlüsse dafür übernehmen müsste.

Wir sind aber sehr zuversichtlich, dass dies genehmigt wird und wir den Schülern zwei Anlaufstellen für frisches Wasser bieten können, weil gerade während und nach dem Sportunterricht viel Trinken benötigt wird.

Der zweite Wasserspender hat sich für uns als sehr hilfreich erwiesen und wir hoffen, dass die Schüler genauso froh über einen zweiten Wasserspender sind, wie wir!

Schon in den Umfrageergebnisse haben wir gesehen, dass ein relativ großes Interesse an Wasserflaschen für den Wasserspender vorhanden ist. Daher wollten wir diese, zuerst noch unausgereifte Idee umsetzen. 

Die Idee mit der „Wittekind“ Wasserflasche kam uns unter anderem, da sie die Schüler zum Benutzen des Wasserspenders anregt.  Außerdem sollte der Wasserspender nicht mit einer normalen Einweg-Plastikflasche benutzt werden, um einer Keimübertragung vorzubeugen.

Es musste eine geeignete Flasche gefunden werden, die nicht nur gut aussieht, sondern auch unserem Thema mit dem Plastik zuspricht. Wir wollten jedoch keine Glasflaschen nehmen, da diese erstens sehr schwer sind und zweitens in den Schultaschen schnell kaputt gehen können. Daher haben wir uns letztendlich für eine Flasche aus BPA-freiem Tritan mit einem Aluminium-Schraubverschluss entschieden.

Diese konnten die Schüler in den letzten Wochen für 4€ verbindlich bestellen. Hierbei kamen wir auf eine Bestellung von knapp 450 Flaschen, welche wir in den Ferien bestellen und nach den Ferien an die Schüler verteilen werden.